Aktuelles

"Rammbockbande" verhaftet

25. April 2010

Die europaweit agierende "Rammbockbande" aus Litauern wurde teilweise festgenommen.

Europaweiter Schlag gegen kriminelle Organisation aus Litauen

 

Utl.: 18 Verhaftungen in Europa - Bundeskriminalamt federführend

 

Wien (OTS) - In Rahmen der internationalen Operation "I-Pod" konnte eine von Litauen aus agierende Tätergruppe zerschlagen werden.

 

An der Operation, die federführend vom Bundeskriminalamt und Europol geleitet wurde, konnten bisher europaweit 18 Personen festgenommen werden, darunter vier Personen der obersten Führungsebene. Die Tätergruppe steht im Verdacht, seit 2008 mehr als zwei Dutzend Geschäfteinbrüche mit der sogenannten Rammbockmethode in Österreich, Deutschland, Schweden, Belgien, Italien und Frankreich begangen zu haben.

 

 Der Schaden beträgt rund 1,5 Millionen Euro.

 

"Die Operation zeigt, dass wir mit dem Masterplan gegen Einbruchskriminalität und internationaler Zusammenarbeit auch im Ausland aufhältige Tätergruppen bekämpfen können", sagte Dr. Ernst Geiger, Leiter der Abteilung für Ermittlungen, Organisierte und Allgemeine Kriminalität im Bundeskriminalamt.

 

"Erstmals ist es uns gelungen in Zusammenarbeit mit den litauischen Behörden einen Schlag gegen eine litauische Organisation in ihrem Heimatland durchzuführen."

 

Beamte des Bundeskriminalamts unterstützen in Litauen die örtlichen Polizeibehörden bei der Zerschlagung der Tätergruppe. In Zusammenarbeit mit österreichischen und schwedischen Ermittlern wurden von litauischen Spezialeinheiten neun Festnahmen und 16 Hausdurchsuchungen an den Wohnadressen der Täter durchgeführt und umfangreiches Beweismaterial sichergestellt.

 

Seit dem Jahr 2008 kam es in den Bundesländern Tirol, Oberösterreich, Salzburg, und Wien wiederholt zu schweren Einbrüchen in Elektrogroßhandelsketten.

 

Die Einbrüche liefen alle nach dem gleichem Muster ab: die Täter fuhren mit gestohlenen Fahrzeugen durch die Eingangsportale der Geschäfte (Rammbockmethode) und entwendeten innerhalb kürzester Zeit hochwertige Elektronikartikel (Kameras, Mobiltelefone, Notebooks, MP3-Player.).

 

"Im Regelfall dauerte die Aktion nicht länger als 90 Sekunden", sagte Geiger. Europaweit wurden 35 derartige Einbrüche verübt, acht davon in Österreich.

 

Aufgrund der länderübergreifenden Vorgangsweise der Täter wurde im Bundeskriminalamt die ARGE "i-Pod" unter Federführung der Staatsanwaltschaft Innsbruck gegründet.

 

"Durch die enge Zusammenarbeit mit ausländischen Polizeibehörden stellten wir fest, dass die Täter auch in Schweden, Belgien, Italien und Frankreich aktiv waren.

 

Die weiteren Ermittlungen in Zusammenarbeit mit Europol ergaben, dass es sich bei den Tätern um eine hierarchisch organisierte Gruppierung aus Litauen handelt", sagte Geiger.

 

Maßgeblich an der Operation waren auch das Landeskriminalamt Tirol und Oberösterreich beteiligt.

 

Die oberste Ebene der Tätergruppe machte von Litauen Vorgaben, in weches Geschäft einzubrechen ist und welche Waren mitzunehmen sind.

 

Die Aufträge wurden an die Gruppenführer weitergeben, die mit ihren Soldaten in das jeweilige Land reisten und die Einbrüche durchführten.

 

 

Die Länder selbst wurden immer wieder gewechselt, um den Polizeibehörden die Aufklärung der Straftaten zu erschweren.

 

"Vor den Einbrüchen wurde das jeweilige Geschäft von den Gruppenführern sehr genau ausgekundschaftet, es wurden Pläne gezeichnet und jeder Soldat wurde genauestens über seine Aufgabe beim Einbruch instruiert", sagte Geiger.

 

Bei der Durchführung der Einbrüche waren bis zu neun Täter beteiligt. Die erbeuteten Waren wurden mittels Lastkraftwagen oder speziell dafür umgebauten Fahrzeugen nach Litauen gebracht und an die Hintermänner weitergegeben, die den Verkauf der Waren organisierten.

 

Im Laufe der Ermittlungen konnten innerhalb der Organisation vier operierende Gruppen ausgeforscht werden, die die Einbrüche über Auftrag durchführten.

 

 

Rückfragehinweis:

 

Mag. Alexander Marakovits

 

Bundeskriminalamt

 

0043 664 813 21 00

 

alexander.marakovits@bmi.gv.at

 

 

 

 

 

 

QUELLE: Bundesministerium für Inneres

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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